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Darf man in Luxemburg Cannabis besitzen und konsumieren?

Besitz und Konsum von Cannabis wurden 2001 entkriminalisiert, als die Regierung diese Droge als Substanz der Kategorie B neu klassifizierte. Wenn man nun mit einer kleinen Menge Cannabis zum persönlichen Konsum ertappt wird, geht man kein Risiko einer Gefängnisstrafe ein, sondern erhält eventuell ein Bußgeld zwischen 250 € und 2.500 €. In manchen Fällen werden Gefängnisstrafen verhängt, z. B. falls jemand Cannabis in einer Schule oder in der Nähe Minderjähriger konsumiert. Wenn der Konsument beweisen kann, dass er Schritte unternommen hat, um sich helfen zu lassen (z. B. Besuch eines Behandlungsprogramms), werden Strafe oder Bußgeld eventuell reduziert. Dieses Gesetz ändert sich jedoch bald. Ende 2018 gab Luxemburgs Regierungskoalition bekannt, dass sie den gelegentlichen Konsum von Cannabis komplett legalisieren würde, mit der Absicht, das Gesetz bis 2023 zu verabschieden.

Die drei beteiligten Parteien – die Demokratische Partei, die Sozialistische Arbeiterpartei Luxemburgs und die Grünen – gaben auch bekannt, dass der kommerzielle Vertrieb von Cannabis ebenfalls legalisiert würde. Obwohl Luxemburg nur ein kleines Land ist, bedeuten EU-Auflagen, dass man aus Nachbarländern, wie Frankreich, Belgien und Deutschland, frei ins Land einreisen kann. Dadurch wird der Umfang eines potenziellen „Cannabismarktes“ von 600.000 auf bis zu 10 Millionen Menschen erweitert.

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Darf man in Luxemburg Cannabis verkaufen?

Aktuell macht das Gesetz keinen Unterschied zwischen dem Verkauf von Cannabis im kleinen Umfang oder groß angelegtem Cannabishandel. Für beides sind die Gefängnisstrafen gleich und belaufen sich auf ein bis fünf Jahre und/oder ein Bußgeld. Diese Gefängnisstrafe verlängert sich auf fünf bis zehn Jahre, falls die Droge bei jemandem zu schweren Gesundheitsschäden geführt hat. Sollte die Droge zu einem tödlichen Ausgang geführt haben, erhöht sich die Strafe weiter auf 15 bis 20 Jahre. Die neuen Gesetze? Bei Redaktionsschluss ist noch unsicher, welche Art legales Vertriebsmodell Luxemburgs Regierung befürworten wird. Sie könnten sich dabei ein Beispiel an Kanada nehmen und im ganzen Land lizenzierte Händler überwachen. Oder sie orientieren sich in der näheren Umgebung und bieten ein ähnliches Modell wie in den Niederlanden an, wo man Cannabis in Coffee Shops konsumieren kann.

Eins ist sicher: Die Koalitionsvereinbarung gibt speziell an, dass die Erträge aus dem Cannabisverkauf zur Finanzierung der Prävention der Drogenabhängigkeit eingesetzt werden, und dazu, das Bewusstsein um die Risiken eines Cannabismissbrauchs zu stärken.

Darf man Cannabis in Luxemburg anbauen?

In Luxemburg ist der Anbau von Cannabis aktuell immer noch illegal. Die anstehende Gesetzesänderung bedeutet jedoch eventuell, dass der Anbau von Cannabis in kleinen Mengen für den persönlichen Konsum legalisiert wird. Bisher hat die Regierung noch nicht angegeben, ob dem so sein wird oder nicht; und sie hat auch noch keine Einzelheiten über das neue Gesetz enthüllt, z. B. wie die Pflanzen angebaut werden dürfen, und wie viel Pflanzen man höchstens anbauen darf. Die 250-seitige Vereinbarung der Koalition (in dem auch die neuen Cannabis-Gesetze enthalten sind) bezieht sich ausdrücklich auf die Herstellung von Cannabis und gibt an, dass Luxemburg plant, seine Cannabisindustrie im eigenen Land zu entwickeln und es nicht im Ausland zu beziehen.

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Gut zu wissen

Wenn Sie nach Luxemburg reisen (oder gegenwärtig dort leben), könnten folgende Informationen interessant für Sie sein: Die durchschnittliche Potenz von in Luxemburg sichergestelltem Cannabiskraut lag zwischen 0,3 und 23,8 % THC. Haschisch hat meistens höhere Werte, zwischen 0 und 34,9 %. 9,8 % aller jungen Leute in Luxemburg (im Alter von 15 bis 34 Jahren) haben im letzten Jahr Cannabis konsumiert.

Soziale Akzeptanz von Cannabis

Obwohl Luxemburgs Regierungen der Vergangenheit größtenteils konservativ waren, ist die breite Öffentlichkeit des Landes oft ziemlich liberal in ihren Ansichten. Petition 1031 war ein gutes Beispiel für diesen Liberalismus im Einsatz, wobei Tausende ihre Unterschrift abgaben, um Druck auf die Regierung auszuüben, den Verkauf von Cannabis in „Coffee Shops“ zu legalisieren. Auf die gleiche Weise zeigte eine 2018 durchgeführte Umfrage, dass der Großteil der Menschen in Luxemburg (56 %) wollten, dass Cannabis für den gelegentlichen Konsum legalisiert wird. Die Regierungskoalition hat auf sie gehört, und in den nächsten Jahren wird dann eine Legalisierung durchgeführt.

Ein progressiver Ansatz?

Luxemburg Regierungskoalition gab Pläne zur Legalisierung von Cannabis zum Freizeitkonsum zum gleichen Zeitpunkt bekannt, als sie auch viele andere Änderungen für die Nation ankündigte. Dazu gehören:

Die Einführung der kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Eine Erhöhung des monatlichen Mindestlohns um 100 €.
Zwei zusätzliche Urlaubstage für jeden Beschäftigten (was angesichts der Tatsache, dass die Arbeitswoche in Luxemburg bereits kürzer ist als in anderen Ländern wie den USA und in UK, bedeutsam ist).
Während andere Länder dies vielleicht als zu progressiv ansehen, hat die Regierung Luxemburgs guten Grund, an die Wirksamkeit dieser Änderungen zu glauben. Zwischen 2008 und 2018 wurde es zweimal als das Land mit der höchsten Produktionsrate der Welt bekannt; ein Beweis dafür, dass seine hohen Gehälter und länger als durchschnittlichen Urlaubstage zu funktionieren scheinen.

Welche Auswirkungen natürlich ihre Gesetze zum Freizeitkonsum von Cannabis auf die Gesellschaft insgesamt haben, ist abzuwarten. Der tolerantere gesetzliche Ansatz, den Luxemburg in der Vergangenheit verfolgt hat, scheint bisher jedoch gut für das Land funktioniert zu haben.

 

Vielen Dank an Maurice Veldman für Sensi Seeds

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Habt Ihr denn nicht auch das Gefühl, dass überall auf der Welt beim Verkauf von Weed und Hasch zu viel Plastik verwendet und damit die Umwelt unnötig belastet wird? Jeder Verkauf in einem Coffeeshop, Social Club, Dispensarie, egal in welcher geringen Menge, verbraucht einen Zip-Beutel, der dann am Ende weggeworfen wird. Das sind Millionen Beutel, die in der Landschaft landen. Das muss nicht sein, auch wenn sie praktisch und preisgünstig sind.

Ihr hatten den Gedanken auch schon? Bitte schön.