Cannabis in Washington. Von Maurice Veldman für Sensi Seeds.

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2012 stimmten die Einwohner Washingtons für die Legalisierung von Cannabis für den freizeitlichen Konsum. Nun darf man die Droge in lizenzierten Geschäften kaufen und zu Hause bis zu etwa 28 Gramm besitzen. Der öffentliche Konsum ist nicht erlaubt. Der Cannabiskonsum bleibt auf Bundesebene illegal und gilt nach nationalem Recht als Substanz der Kategorie 1.

 

Cannabis-Gesetze in Washington

 

Die USA unterliegen Bundesgesetzen, aber auch den Landesgesetzen der jeweiligen Staaten. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Cannabis-Gesetzen im Bundesstaat Washington. Für mehr Infos zu den US-Bundesgesetzen lesen Sie bitte unseren entsprechenden Artikel.

Darf man in Washington Cannabis besitzen und konsumieren?

2012 wurde über die Legalisierung des freizeitlichen Cannabiskonsums öffentlich abgestimmt. Die Initiative 502 wurde mit einer Mehrheit von 56 Prozent verabschiedet. Darüber hinaus konnte die Abstimmung eine der bisher größten Wahlbeteiligungen des Landes verzeichnen – 81 Prozent aller teilnahmeberechtigten Erwachsenen gaben ihre Stimmen ab.

Die Initiative 502 definierte die Gesetze über Cannabiskonsum und -besitz und setzte die Mittel für die Behandlung, Prävention und Aufklärung von Drogenmissbrauch fest. Man sollte beachten, dass ungeachtet der Legalisierung von Cannabis in Washington das Bundesgesetz Cannabis weiterhin als Substanz der Kategorie 1 klassifiziert (diese Kategorie enthält die Drogen, deren Konsum angeblich am gefährlichsten ist).

Die gesetzlichen Bestimmungen

Das Bundesgesetz Washingtons besagt, dass Erwachsene über 21 Jahre seit Dezember 2012 begrenzte Mengen Cannabis konsumieren und besitzen dürfen. Das Gesetz nennt auch die maximal zulässigen Mengen:

  • Eine Unze (etwa 28 Gramm) konsumierbares Cannabis
  • 16 Unzen (etwa 450 Gramm) eines jeglichen Produkts auf Cannabis-Basis in fester Form
  • 72 Unzen (etwa zwei Kilo) eines jeglichen Produkts auf Cannabis-Basis in flüssiger Form

Es ist illegal, Cannabis in öffentlichen Bereichen zu konsumieren, obwohl Personen, die gegen diese Bestimmung verstoßen, lediglich ein Bußgeld für ein zivilrechtliches Vergehen erhalten und nicht etwa verhaftet werden.

Arbeitgeber dürfen weiterhin Drogentests durchführen, um zu überprüfen, ob ihre Mitarbeiter Cannabis konsumieren oder nicht. Im Straßenverkehr können Einzelpersonen zudem wegen Fahren unter Drogeneinfluss belangt werden, wenn die THC-Werte in ihrem Blut das gesetzlich zulässige Maximum überschreiten.

Darf Cannabis in Washington verkauft werden?

Das Washingtoner Gesundheitsministerium betreut zusammen mit dem Washington State Liquor Control Board (WSLCB) und dem Landwirtschaftsministerium die Lizenzierung und Regulierung des Verkaufs von Cannabis.

Das Gesetz erlaubt es eigenständigen Cannabisunternehmen, innerhalb des Staates zu operieren. Sie haben ähnliche Einschränkungen wie Washingtons Spirituosen-Geschäften. Neben kurzen Öffnungszeiten gelten auch die folgenden Einschränkungen:

  • Cannabis-Geschäfte müssen mindestens 300 Meter von Schulen und öffentlichen Parks entfernt sein.
  • Die Geschäfte müssen eine staatliche Lizenz besitzen.
  • Das Cannabis darf nur nach Vorzeigen eines gültigen Lichtbildausweises an Kunden verkauft werden.
  • Personen unter 21 dürfen die Geschäfte nicht betreten.

Lizenzen sind beim WSLCB erhältlich, das sechs verschiedene Arten von Cannabislizenzen ausstellen kann. Diese richten sich nicht nur an Einzelhändler, sondern auch an diejenigen, die Cannabisprodukte herstellen und verarbeiten. Es werden auch Lizenzen für den Transport der Droge, die Forschung und die Aufnahme in eine Medicinal Marijuana Cooperative vergeben.

Im Vergleich mit Colorado

Washington reguliert Cannabishändler strenger als Colorado. Als das Gesetz verabschiedet wurde und Geschäften der Verkauf der Droge erlaubt wurde, hatten einige Einzelhändler Schwierigkeiten, eine Lizenz zu erhalten. Auch die bereits existierenden Hanf-Apotheken hatten Schwierigkeiten, ihre Lizenzen zum Verkauf an erwachsene freizeitliche Konsumenten verlängern zu lassen.

Anfangs waren Cannabisprodukte in Washington teurer als in Colorado, doch mittlerweile sind sie tatsächlich günstiger. Die einzige Ausnahme bilden Cannabisblüten – diese sind in Washington etwas teurer als in Colorado.

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Darf Cannabis in Washington angebaut werden?

Fast ein Dutzend Staaten in den USA haben das Anbauen von Cannabis im eigenen Heim legalisiert. Washington stellt die einzige Ausnahme dar. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels ist es immer noch illegal, dort Cannabis anzubauen.

Aktivisten protestieren seit mehreren Jahren gegen diese Entscheidung und fordern ein System, das Erwachsenen ähnlich wie in Colorado oder Kalifornien erlaubt, bis zu sechs Pflanzen zu Hause anzubauen.

Der Aktivist Don Skakie sagt zu diesem Thema: „Dieser Gesetzentwurf ist für verantwortungsbewusste Erwachsene – wir reden hier nicht von Leuten, die das Gesetz zu bösartigen Zwecken überschreiten wollen.“

Ein Sprecher des Liquor and Cannabis Boards äußert sich besorgt über den Anbau von Cannabis in den eigenen vier Wänden. „Wir haben mit Beschwerden geerechnet“, sagt er. „Wir haben nicht die nötigen Ressourcen, um die Durchsetzung des Gesetzes in diesem Bereich zu gewährleisten.“

Ist CBD in Washington legal?

2017 führte das Washington State House of Representatives die House Bill 2334 ein. Diese erlaubte es Cannabisproduzenten, CBD zu verwenden, auch wenn es von einer Quelle stammt, die nicht vom State Liquor and Cannabis Board lizenziert wurde.

Das bedeutet, dass CBD-Produkte im Staat legal sind, sofern sie nicht mehr als 0,3 Prozent THC (die für das „High“ verantwortliche Substanz) enthalten. Da die Gesetze jedoch von Staat zu Staat unterschiedlich sind, dürfen keine CBD-Produkte die Staatsgrenze passieren.

CBD-Produkte können in lizenzierten Geschäften gekauft oder über einen Arzt mit entsprechender Zertifizierung bezogen werden.

Dürfen Cannabissamen nach Washington geschickt werden?

Cannabissamen dürfen in Washington gekauft werden. Sie dürfen jedoch nicht für die Pflanzenzucht verwendet werden, da der Anbau von Cannabis illegal ist. Ebenso wenig dürfen sie aus anderen Staaten mitgebracht werden, da es illegal ist, Cannabis in jeglicher Form über die Staatsgrenze zu transportieren. Cannabissamen per Post in den Staat zu schicken fällt also eher in eine Grauzone.

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Medizinisches Cannabis in Washington

1998 legalisierte Washington die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Die Initiative 692 ermöglichte es Patienten mit lähmenden oder unheilbaren Erkrankungen, medizinisches Cannabis zu konsumieren, und erlaubte ihnen, einen Cannabis-Vorrat zu besitzen, der für einen Zeitraum von 60 Tagen ausreicht.

2007 wurde der „60-Tage-Vorrat“ wie folgt festgelegt:

  • Bis zu 24 Unzen (etwa 680 Gramm) konsumierbares Cannabis
  • Bis zu 15 Pflanzen

2010 wurde das Gesetz erneut geändert. Von diesem Zeitpunkt an durften nicht mehr nur Ärzte und Osteopathen die Verwendung von medizinischem Cannabis genehmigen, sondern auch andere Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen.

Die Legalisierung von freizeitlichem Cannabis hatte noch weitere Auswirkungen auf die medizinischen Cannabis-Gesetze in Washington. Einige Patienten entschieden sich für eine „Selbstmedikation“ und konsumierten frei verkäufliches Cannabis, anstatt Cannabis von ihren Ärzten zu beziehen.

Um medizinisches Cannabis verwenden zu dürfen, müssen Patienten eine Erkennungskarte besitzen.

Gut zu wissen

Wenn man nach Washington reist (oder dort wohnt), ist es sinnvoll, Folgendes zu wissen:

  • Der Cannabiskonsum unter Jugendlichen ging zurück, nachdem der freizeitliche Konsum legalisiert wurde. Dies deutet darauf hin, dass die verbesserte Verfügbarkeit und Legalität der Droge die jungen Menschen nicht zum Konsum verführt hat.
  • Statistiken zeigen, dass der Cannabiskonsum unter Washingtons erwachsener Bevölkerung seit 2011 zugenommen hat. Im Jahr 2014 haben rund 14 Prozent der Erwachsenen Cannabis konsumiert.
  • Die Bevölkerungsgruppe, die am meisten Cannabis konsumierte, war die der 18- bis 24-Jährigen. Menschen über 65 konsumierten am wenigsten Cannabis.

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Vielen Dank an Maurice Veldman und Sensi Seeds.

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